Dienstag, 27. Juli 2010

Shit happens bei den Kings of Leon äh Tauben ;-)

Herrlich von tagesschau.de:

Es begann mit einem kleinen Klacks. Als Jared Followill, Bassist der US-Rockband Kings of Leon, die ersten Töne des Eröffnungssongs "Closer" anspielte, spürte er etwas an der Wange: Es war weich, es war feucht. Es war Taubenschiss.

Abwischen, weitermachen, dachte er sich da noch. Doch das war nur der Auftakt. Tausende Fans in St. Louis wurden in den folgenden Minuten Zeugen eines ungleichen Kampfes: Kings of Leon gegen ortsansässige Tauben. Erstere standen auf einer räumlich stark begrenzten Freiluft-Bühne, die anderen saßen strategisch extrem günstig über ihnen auf einem Gerüst. Bereits beim ersten Song folgten mehrere Angriffe - vorrangig auf den Bassisten, einen bekennenden Keimphobiker. Beim dritten Lied erwischte es ihn dann am Mund.


[Bildunterschrift: Den Grammy haben sie gewonnen - gegen die Tauben von St. Louis konnten sie dagegen nur verlieren: die US-Band Kings of Leon ]
Da war die Lage für die Musiker schon aussichtslos: Gegenangriff ging nicht, man hat schließlich einen Ruf zu verlieren. Zudem war es den im Zielgebiet stehenden Bandmitgliedern nicht möglich, zu eruieren, wie viele Angreifer sich über ihnen befanden: Dazu hätte man hochgucken müssen - und das traute sich nach eigenen Angaben keiner der Jungs.

Schluss mit der Tierliebe
Was dann geschah, liest sich besonders hübsch in Agenturdeutsch: "Die Band trat nach drei Liedern geschlossen den Rückzug an, nachdem die Vögel wiederholt auf die Musiker kackten", meldete Reuters. Kings of Leon selbst ließen über den Pressesprecher verlauten: "Sie haben es nicht mehr ausgehalten" - und schickten via Twitter eine Entschuldigung an alle Fans: Mit den Worten "Weitermachen war zu ungesund!" warb die Band um Verständnis. Auf CNN fügte Bassist Followill später noch hinzu: "Am Ende der Show wäre ich von Kopf bis Fuß bedeckt gewesen." Und mutmaßte: "Wenn das nur ein einzelnes Pärchen war, müssen wir sie direkt nach einem großen Festessen erwischt haben."

Fans finden das total bek(n)ackt
Und die Fans? Die fühlen sich beschissen. Da kann der Pressesprecher noch so lange beteuern: "So weit uns bekannt ist, wurden Fans nicht getroffen." Im Internet kursieren hämische Titulierungen ("Kings of Pigeons") und auf Videos ist zu hören, wie Zuschauer nach dem Konzertabbruch beherzt "Bullshit" skandieren. Die Band kann wohl von Glück sagen, dass das nur von vorne kam und nicht von oben.

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